ELoH / Tag #21

Was macht man, wenn man sich verspätet? Na klar, man zückt das Handy, ruft die entsprechende(n) Person(en) an und entschuldigt sich für die zu erwartende Verspätung. Hätt ich am Freitag auch gern gemacht. Ein Handy hätt ich mir mit Sicherheit auch irgendwo kurzerhand ausleihen können, nur braucht man auch die entsprechende Nummer. Memo: Adressbuch führen 😉 Ich musste mich also damit abfinden, zu spät zu kommen und legte mir schon einmal einen entsprechenden Text zurecht. Etwas abgehetzt kam ich dann am Zielort an – eine ganze Stunde zu früh! 😀 Sowas ist mir noch nie passiert – ich wäre wohl auch zum entsprechenden Termin zurückgekehrt, wurde aber gebeten zu bleiben und so wurde der Termin direkt eine Stunde vorverlegt. Hm, ob das so gut war? Ich wag’s zu bezweifeln.

So’n Handy ist auch echt von Nutzen, wenn man Einkaufen geht für die WG. Dann kann man sich absprechen oder wenn man was vergessen hat der Mitbewohnerin mitteilen, was noch fehlt. Pustekuchen.

Auch spontane Treffen sind passé. Zum Beispiel wenn man grad in der Stadt ist und wissen will, was die Freunde grad so treiben und ob man sich nicht treffen wolle. Zwar kann mich mich auf der Festnetznummer erreichen, aber ich bin ja (zum Glück) nicht ständig daheim – und sollte man mich erreichen brauche ich ne halbe Stunde um in die Puschen und die Stadt zu kommen. Ja, mir wurde übermittelt, ich solle mir doch mal wieder n Handy anschaffen. Nach knapp 3 Wochen… 😉

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ELoH / Tag #20

So ein Bahnhof ist ja ein echt spannender Ort! Täglich kommen hier wildfremde Menschen in einer Stadt an, steigen um oder machen Urlaub in der Region, bleiben vielleicht sogar in dem Ort wo der Bahnhof ist. Das Reisen funktioniert allerdings nicht immer ganz ohne Probleme, wie man weiß 😉 Hast Du Dir schonmal Zeit genommen, die Menschen zu beobachten? Ich hab am Donnerstag meinen Zug um knapp 4 Minuten verpasst – drum musst ich eine Stunde warten und gehörte wohl auch zu der Masse, die sich erstmal versucht zu orientieren… Eine Samlung möglicher Fragen, die so manchem ins Gesicht geschrieben stehen 😉

Schaff ich den Anschlusszug noch? Den schaff ich noch! Steh ich hier etwa am falschen Bahnsteig? Gibt’s hier jemanden, den man fragen kann? Oh nein, hab ich mal wieder den Zug verpasst?! Was mach ich denn jetzt? Wo ist der Ausgang und wo kommt man dann hin? Hat man genug Zeit, in die Stadt zu gehen? Wo sind die nächsten Fahrkartenautomaten, damit man sich informieren kann, wann der nächste Zug fährt? Gibt’s hier kein Reise-Center? Wo kann man sich hinsetzen? Nen Kaffee trinken oder n Bagel essen? Gibt’s hier irgendwo W-Lan? Wo ist Mäc WC oder wie das heisst? Ich brauch ein Klo!

Ja, doch, den Zorn, die Verzweiflung… vielen Leuten stehen die Emotionen ins Gesicht geschrieben und ständig sind sie gehetzt. Bei weniger als 5 Minuten Zeit für das Umsteigen ist das kein Wunder. Es soll ja sogar Leute geben, die fragen andere Reisende – vorausgesetzt es ist kein Bahn-Angestellter unterwegs. Meistens, das ist meine Erfahrung, bekommt man dann auch eine hilfreiche Antwort. Zum Teil schneller, als wenn man die Bahn-Angestellten fragt. Okay, genug kritisiert 😉 Was ich bei den laufenden, gehetzten Menschen auch sehe, sind die Handys und Stöpsel im Ohr.

Ja, hi, ich bin’s! Ich wollt nur Bescheid geben, dass ich den Zug jetzt verpasst hab. Hmhm, genau, ich frag dann gleich im Reise-Center nach. // Oh nein, Schatzi, ich hab den Zug verpasst! Was mach ich denn jetzt? // Hallo? Frau Schmidt? Ja, ich bin’s der Müller. Können Sie bitte meinen Flug umbuchen? Ja, die Bahn ist mal wieder schneller unterwegs als die Kunden. Genau. // Yo, kannste grad mal im Netz nachschaun, wann die nächste Bahn fährt? Ich stell mich doch nich in die ätzend lange Schlange, Alter! Nu mach ma!

Wie gesagt, so’n Bahnhof ist ein spannender Ort! Und ich, ohne Handy, ohne Termine am Donnerstag… ich brauche kein Handy, es wartet ja niemand auf mich und ich weiß, dass die Bahn stündlich fährt. Ich such mir also erstmal einen Fahrkartenautomaten. An dem tippte ich dann so ca. 10 Minuten lang rum, um festzustellen, (1) dass der Zug vor 4 Minuten abgefahren ist, (2) dass ich eine knappe Stunde warten müsste, (3) dass die IC-Verbindung nicht gerade günstig ist, (4) wenngleich ich damit nur noch eine knappe halbe Stunde warten müsste – ich breche ab und entscheide mich damit für den einstündigen Aufenthalt im Hauptbahnhof Hannover.

Dann fällt mir ein, dass ich ganz vergessen habe mir das Gleis zu merken, von dem der Regio fährt. Umdrehen und resignieren. Da hat sich eine lange Schlange gebildet. Ich gehe in Richtung Haupteingang/ausgang, da müssen ja schließlich auch Automaten stehen und nach knapp 2 Minuten Wartezeit konnte ich mir dann das Gleis raussuchen. Ich bin hundemüde und brauche einen Kaffee. Ich will wieder zu dem Laden, wo ich letztens noch den leckeren Bagel gegessen hab – nur sind dort und sonst auch überall die Plätze voll besetzt. Ich streiche den Bagel von meiner Einkaufsliste und will nur noch nen Kaffee! Ich werd fündig und der Laden ist verdächtig leer. Sieht auch eher nach gehobener Gesellschaft aus. Was soll’s, ich bestell nen Cappu und setze mich. Natürlich hab ich mal wieder den falschesten aller möglichen falschen Plätze ausgesucht. Ich habe zwar Blick auf den Besucherstrom und die Theke, direkt neben mir ist aber der Zugang zum Lagerraum. Lassen Sie sich ihren Cappuccino schmecken 🙂 Danke… Nur wach werd ich weder von dem Kaffee noch dem ackernden Typen neben bzw. hinter mir.

Während meiner Reise habe ich das Tippen von SMS nicht vermisst. Ich habe fleißig an meinem NetBook gearbeitet. Aber mir fallen genügend Situationen ein, in denen ich telefonierte. Um vor meiner verspäteten Ankunft am Umsteigebahnhof zu wissen, wie die nächstschnellste Verbindung ist. Oder um Bescheid zu geben, dass der Zug mit jedem Halt zusätzlich ein paar Minuten später ankommt, mittlerweile schon 10 Minuten und bei 5 weiteren Halten insgesamt mindestens knappe 20 Minuten Verspätung. Nicht vermisse ich dahingehend die Tunneldurchfahrten 😀 währen derer die Verbindung verständlicherweise abbricht. Aber im Grunde unterscheide ich mich damit nicht von den beobachteten Reisenden 😀

ELoH / Tag #19

Ich schwing mich auf den störrischen Drahtesel! Versucht der mich etwa abzuwerfen? Die Reifen quietschen, Qualm jagt über den Asphalt. Kaum zu bändigen das Vieh! Ein Löwengebrüll, das Ding reißt sich los, nein, reißt mich mit, ich sitz ja drauf; die Reifen surren über den Asphalt, die Nachbarn flüchten in ihre Häuser – eine Kurve! Lenken! Lenken! Von der Seite kommt ein Auto –

Ich wach auf. Alles nur ein Traum 😉 Das Fahrrad meiner Ma war bei weitem nicht so bockig. Ich musste es halt erstmal aus dem Schuppen kriegen und dann die Reifen aufpumpen. Habsch hingekricht 😀 Hab mich dann flott einen Hügel nach dem andern hochgekämpft – jaha, richtig! Bei mir isses nich flach, wer auch immer das behauptet 😉 das is hüüügelich 😀 N paar coole Stunts warn auch drin…

So ähnlich war ich dann auch unterwegs. Abgesehen vom Helm. Und den Handschuhen. Und den Stunts. Einen von meinen nenn ich „Kette raus“ und nen andern „Kette rein“. Naja, dafür hatte ich n schönes Körbchen am Lenker 😀

Ich musste erstmal ins Museum. Da würde ich wohl wegen der Koalas, pardon, Australier gebraucht. Mit knapp 5 Minuten Verspätung kam ich an und da die Aussis der deutschen Sprache mächtig waren konnt ich direkt wieder umdrehen. Immerhin hat’s da noch nich geregnet. Also zur Verwandschaft. Musste zwei Baustellen durchqueren – was kann ich dafür, dass die die Kreuzungen auf dem Weg komplett dicht machen und nicht absperren? Selbst als Autofahrer wüsste ich nicht, welche Spur ich nutzen sollte. Die, die ich gesehen habe übrigens auch nicht 😛

Aber ich hab’s überlebt, ’n bißchen Teerdampf eingeatmet (mmmh, lecker) – ja, ich dachte auch für einen kurzen Moment der Baggerfahrer wolle mich mit seiner Schaufel umnieten. Er hat sich spontan umentschieden. Weil es dann aber regnete bekam ich noch ne leckere Suppe. Und weil es dann nicht mehr regnete durfte ich weiterfahren. Nächste Station Park, also wieder durch die Baustelle. Auf dem Weg is mir dann übrigens die Kette gesprungen. Sah danach schön kacke aus, glaub ich.

Im Park angekommen war meine Ma grad unterwegs, die Kinder haben mich aber direkt vollgekleistert weshalb ich dann auch rumgekleistert hab. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal dermaßen rumgematscht hab – fest steht, Kinder, die die abgesetzte Kleistermatsche vom Eimerboden aufsammeln und daraus einen Finger formen… ja, die find ich ein wenig merkwürdig.

Immerhin: ich fuhr dann auch den ganzen Weg wieder mit dem Fahrrad zurück. Und was hab ich gelernt? Wenn ich unterwegs nicht erreichbar bin, also schon auf dem Weg, dann ärger ich mich zwar, wenn ich ankomme und gar nicht hätte ankommen brauchen, muss dann aber eben mal schaun, ob ich die Zeit nicht auch anderweitig verbraten kann. Das gleiche gilt für die Wartezeit. Beim Doc schnapp ich mir ja auch n „Spiegel“ vom Lese-Tisch. Aber so wirklich viel Zeit hat man als Student dann ja doch nicht. Wird also nicht immer klappen, aber möglicherweise in der Vorlesungsfreien Zeit 🙂

ELoH / Tag #13 bis #18

So’n Urlaub in der Heimat ist schon echt entspannend. Draußen auf dem Lande. Keine viel befahrenen Straßen, keine Tram – okay, dafür Kinder die Schulferien haben 😉 Nichtsdestotrotz tut mir der Aufenthalt daheim echt gut. Die Kehrseite davon ist, dass ich bei Weitem nicht das geschafft habe, was ich gern gearbeitet hätte. Aber dafür geht’s ja schon am Donnerstag zurück nach Bremen.

Der Weltraum, unendliche Weiten. Auf dem blauen, ölverschmierten  Planeten schreibt die Menschheit das Jahr 2010. Dies sind die Abenteuer des jplusgo, der ganz auf sich allein gestellt seit etwas mehr als zwei Wochen ohne Handy unterwegs ist, um das Leben ohne mobile Kommunikation zu erforschen. Viele Kilometer reist er durch Deutschland zu Orten, die bereits viele Menschen zuvor gesehen haben.

So oder so ähnlich könnte man mein Vorhaben im Star Trek-TOS-Stil beschreiben 😛 Und so ein bißchen komm ich mir doch wie ein Satellit vor. Ich schweb da irgendwo und meine Freunde kriegen mich nur hier und da zu fassen – n Kumpel lädt mich zum Grillen ein, meldet sich dann aber nicht mehr… ne Freundin hat Stress und antwortet auf keine meiner drei Nachrichten… n andrer ist aktuell in Polen, das hab ich verpeilt… und ne andre treff ich dann gleich doch noch auf n Bierchen. Ganz schön ernüchternd. Normalerweise bin doch ich derjenige, der vor lauter Stress keine Zeit findet 😉 Okay, beim nächsten Mal wirds dann besser geplant vorab, versprochen!

ELoH / Tag #12

Sehr geehrte Damen und Herren an Gleis 3. Der RE 4404 von irgendwo nach Hannover wird nun bereit gestellt. Vorsicht bei der Einfahrt.

So oder so ähnlich säuselte die Frauenstimme die Informationen gut hörbar über die Lautspecheranlage – den letzten Satz konnte man allerdings kaum noch vernehmen, da der Zug in just diesem Moment bereits vor der Nase der Wartenden hielt! War auch ne ganze Menge los heute und ich hatte kurzzeitig Angst, keinen Sitzplatz finden zu können. Allerdings setze ich mich bei vollem Zug auch einfach auf den nächstbesten freien Platz. Heute konnte ich wählen: sympatischer Kerl oder alter Knacker. Ich hab mich für Ersteren entschieden, der in mathematische Rechenaufgaben vertieft war. Ich las meine Lektüre – und der Knacker nebenan zog sich die Schuhe aus. Nee, ehrlich wahr! Ich musste auch mehrmals hinschaun ums zu glauben! Glücklicherweise hat er geschlafen… Der Zug wartete dann vor Hannover 2 Minuten. Die 2 Minuten hatte der Zug dann übrigens auch Verspätung. So gehts natürlich auch. Wer will schon pünktlich sein? Spießer…

Eine Sache hab ich dann aber doch vermisst während der Bahnfahrt, bzw. was heisst vermisst. Sie fehlte. Ich hatte meine Lektüre dabei und hab auch ganze 2 Kapitel in 80 Minuten geschafft (zwischendurch hab ich auch mal die Augen zugemacht), hab stumpf aus dem Fenster geschaut und Mitreisende beobachtet – mir war halt langweilig! Bisher hab ich auf der Heimfahrt immer meinen Freunden in der Heimat angekündigt, dass ich auf dem Heimweg und für alle Schandtaten bereit sei. Heute Stille. Ich hatte wohl in den sozialen Netzwerken angemerkt, dass ich auf dem Heimweg sei, hab aber jene, die ich sehen möchte, nicht direkt angeschrieben. Tut mir Leid…! Ich werd nur irgendwie den Eindruck nich los, dass die alle grad Urlaub machen. In Polen oder so 😉

ELoH / Tag #7 bis #11

Von den letzten Tagen gibt es nicht viel zu berichten, da ich hauptsächlich mit meinen Prüfungsvorbereitungen beschäftigt war. Die Prüfung heute ist passabel absolviert und ich hab den Kopf wieder frei für andere Dinge.

Ich werde in Versuchung geführt. Mein Partner schickt mir sein altes Handy. Er meint es gut, und dennoch bleib ich bei meinem Nein! Ich will das weiter ausprobieren, austesten was geht und was nicht! Das Handy ist ordentlich verstaut – bis zu dem Zeitpunkt, da ich es wohl oder übel wieder gebrauchen musst 😉

Denn so ohne Handy fühl ich mir irgendwie befreit. Der Zwang der Erreichbarkeit ist gewichen. Wie sagte Schoki vorhin zu mir… ich sei ja immerhin noch per Mail, Facebook, StudiVZ und Twitter zu erreichen. Stimmt 😀

Ich bin z. B. nicht erreichbar, wenn ich Bahn fahre – und dennoch muss ich die Gespräche anderer anhören. Weghören geht schlecht, wenn man weder MP3-Player noch Gesprächspartner zur Hand hat. Und dann immer diese Themen!

Was, die is schwanger?! Ohgott, ich fahr grad bei der an der Wohnung vorbei, ey! Was? Ja, genau, ich fahr jetzt los Mama und bin dann gleich da. Nein, meine Kinder sind dieses Wochenende bei ihr! Alter, was guckstn so scheiße? Nee, der Typ mir gegenüber… Boah der Kevin das is ja son Sp****!

Obwohl ich zugeben muss, dass ich so manche Unterredung auch spaßig finde 😀 Was mich zu der Frage bringt, ob meine Gespräche auch belauscht wurden – von Menschen, die weder MP3-Player noch Gesprächspartner zur Hand hatten. Was die wohl mitgehört haben?

Jedenfalls gab es keine bis sehr wenig Ablenkung vom zu lernenden Stoff – prima 😀 Aber heute Morgen, doch, da hätt ichs vielleicht gebrauchen können. Ich hab den Raum nämlich nicht direkt gefunden. Das Gebäude schon, aber woran soll ich bei Google Maps erkennen, dass das Ding gefühlte 20 Eingänge hat? Okay, es waren wohl nur A, B, C, D, E, F… 6 Eingänge. Aber die führten dann ja auch immer nur zu einem bestimmten Trakt. Hm, das Handytelefonat hätte mir wohl nicht so viel gebracht, nur beruhigt – und am besten Bescheid wissen dann doch immer die Menschen, die vor Ort arbeiten 🙂 Die erste schickte mich erst einmal in die falsche Richtung und die mich am Ziel erwartende „Empfangsdame“ schickte mich dann doch noch in den richtigen Trakt 🙂 Rätsel gelöst! Prüfung dann auch bestanden. Und ein Handy ausgeliehen, damit mein Partner Bescheid weiß – das hat er eingefordert 😉 Für so eine Gelegenheit ist ein Handy natürlich spitze!

Spannend wirds morgen, wenn ich meinen Zug nicht verpassen darf, der mich in die Heimat bringt. Ich nehm ein paar Tage Auszeit von der Großstadt und verzieh mich aufs Land / Kleinstadt. Was daran so spannend ist: Verpass ich den Zug, muss ich irgendwie meinem Dad mitteilen, dass ich später ankomme… Ob das gut geht ohne Handy?

Frist #1

Zwar ist, da Semesterbeginn und -ende noch immer nicht bekannt sind, noch immer nicht ganz geklärt, wie das nun so richtig funktioniert mit meinem Auslandssemester, aber an die Fristen für das Wintersemester 2010/11 solle ich mich doch bitte halten…

Deadline 15. Juli 2010: Abgabe der Annahmeerklärung.

Ich würd sagen, das war der einfachere Teil 😀 Damit habe ich bestätigt, das ich den mir zugesagten Platz annehme. Das die Termine nicht bekannt sind, stellt zum jetzigen Zeitpunkt kein Problem dar, wird aber eines, sobald es auf den Oktober zugeht. Bis dahin warten noch viele Formulare auf mich, die ausgefüllt sein wollen, u. a. das Certificate of Erasmus Grant – in dem müssen dann allerdings die korrekten Daten stehen…

Immerhin hab ich dann anschließend auch noch ein paar Fragen bzgl. Inlands- und Auslands-BAföG klären können 🙂 Den erforderlichen Nachweis für das zuständige Amt für Ausbildungsförderung in Großbritannien (Dezernat 49 der Bezirksregierung Köln) hab ich mir jedenfalls auch direkt geben lassen. Die Bearbeitungszeit eines solchen Antrags wird normalerweise mit 6 Monaten angegeben. Wer also ins Ausland will, sollte sich frühzeitig um den Antrag kümmern. Ich bin leider schon etwas spät dran…

Da ich mitten im Januar durchstarten werden, soll ich das Inlands-BAföG noch bis einschließlich Dezember’10 beantragen, das Auslands-BAföGdann ab Januar 2011. Obwohl ich zwei Minuten zu zahlen haben werde, bekomm ich trotzdem nur eine Förderung. Immerhin besser als nichts 😉

2 Monate vor Rückkehr soll ich dann wieder meinen Antrag auf Ausbildungsförderung einreichen. Schaumermal. Das Gute ist nämlich: während ich im Ausland bin pausiert mein Anrecht auf Inlands-BAföG. Bis Januar werden 15 Monate Förderung gelaufen sein. Während Sunderland pausiert mein Anrecht und nach meiner Rückkehr hab ich dann noch 9 Monate, die ich mich fördern lassen kann 🙂

ELoH / Tag #6

Irgendwie hab ich heut morgen wieder rumgetrödelt. Warum bloß hör ich zur Zeit meinen Wecker nicht? Vielleicht sollte ich den Handy-Wecker dazu schalten… Achja, da war ja ich was. Na gut, ich hab drei Wecker im Zimmer stehen, das sollte doch irgendwie auch ohne Handy machbar sein…

Für heute hatte ich mich direkt zwei Mal verabredet. Eigentlich wollte ich noch zum Doc, doch weil ich, wie bereits erwähnt, mal wieder rumgetrödelt habe, entschied ich mich für einen Besuch am Freitag und setzte mich in die nächste Tram. Eine merkwürdige Fahrt. Kaum war die Bahn losgefahren zuckte meine Hand. Natürlich, die übliche Strecke bis zu Uni! Den ersten Teil der Fahrt habe ich in letzter Zeit immer mit dem Verschicken von Kurznachrichten verbracht. Die Lektüre (Postman, Neil: Wir amüsieren uns zu Tode) war für den zweiten Teil der Fahrt gedacht. Drum schaute ich aus dem Fenster und träumte ein wenig vor mich hin. Den Zwischenhalt hab ich aber nicht verpasst 🙂

Um zwanzig vor 11 sollte das erste Treffen sein. Ich war dann sogar etwas früher da und überprüfte drum noch einmal per NetBook, ob ich wohl tatsächlich seit langem einmal wieder zur rechten Zeit am rechten Ort sein würde. Es war bloß keiner zum gratulieren da, als es soweit war.
Um zehn vor 11 kam dann Nummer 1, entschuldigte sich für das verspätete Erscheinen und während wir so quatschten realisierte ich, dass ich den beiden noch nicht mitgeteilt haben muss, dass ich zur Zeit disconnected bin. Ups…

An der Uni piepte es dann ständig. Dort! Links von mir! Da, schon wieder! Hinter der Säule! Ah… Fehlalarm aber DA! You’ve got mail! In Ihrem Postfach befindet sich eine ungelesene SMS. Voulez-vous le lire? Möschten sie sie lesenn? In meinem Kopf höre ich es tuten… drei Mal. Dann eine nette, einschmeichelnde Frauenstimme: The person you are calling is temporarily not available. Please call again later. Es knackt, der bekannte Dreiton, dann noch einmal die Frau: Der von Ihnen angesimste Arsch kann ihre SMS zur Zeit leider nicht empfangen. Das Geld verschwindet in unserem prallgefüllten und überdimensional großen Portemonnaie, die SMS hingegen in wenigen Tagen im Nirvana. Vielen Dank und bis bald! Klick. Aufgelegt. Leerzeichen.

Das zweite Meeting. Kurz packt mich die Panik. Ich bin zwar knapp zwanzig Minuten zu früh da, aber warum denn keiner außer mir? Hab ich was verpasst? Gabs doch noch eine E-Mail in letzter Sekunde und das Treffen fällt aus? Und wenn ja, wie lange warte ich wohl noch? Dann beruhige ich mich, ich muss ja eh noch in die Stadt… Ich setzte mich ein paar Meter vom Treffpunkt entfernt auf eine Mauer. Zehn vor und… das Warten hat sich gelohnt 🙂 Aber mal angenommen es wär keiner gekommen. Ich hätt wohl, wie für Studis üblich, n akademisches Viertel gewartet und wär dann meiner Wege gegangen 😉

Was lehrt mich Tag #6? Nun, ich sollte wirklich zusehen das alle Bescheid wissen. Was ich definitiv gar nicht vermisse: die Anrufe auf dem Handy. Sie reißen einen ja eh ständig nur aus irgendwelchen Arbeiten. Aber still ist es ja schon geworden. Gibt es ein Handy,  mit dem man nur SMS verschicken kann? Ich glaub das nähm ich, denn die Kurznachrichten, ja, die schein ich schon zu vermissen. Aber mal anders betrachtet: ich spar ne Menge Geld. Gut, dass ich ne Brebrädkarde (dänglisch: Prepaid-Karte) im Handy hab 😀

Wann verfällt da noch gleich das Guthaben?

ELoH / Tag #3 bis #5

Am Montag, Tag #3, wollten wir dann noch den von einer sehr sehr guten Freundin zwischengelagerten Sonnenschirmständer zur ihr bringen. Eine Uhrzeit hatten wir nicht ausgemacht, es sollte ja ein starkes Unwetter geben, da bliebe sie daheim, sagte sie am Telefon.

Also luden wir den Ständer in das Auto, fuhren aber noch einen Umweg zum Tchibo-Outlet, Doc Morris und IKEA. Ab da wurds dann knifflig. Das Navi sollte uns lotsen. Wir verfuhren uns auch nur 2-3 Mal. Dann fiel sie mir ein, die Frage: Wird sie wohl wirklich da sein? Die Frage war berechtigt, denn das Unwetter bestand aus gefühlten 10 Minuten Nieselregen und das wars. Die Sonne schien, es war warm, hohe Luftfeuchtigkeit… Sie war da 🙂 und wir lieferten die Fracht ab.

Ich fing auch an mir Gedanken wegen meiner Großeltern zu machen. Zwar besitzen sie beide Nummern, meine Oma ruft mich aber seit Wochen nur noch auf dem Handy an? Ich verwarf die Gedanken rasch und denke mir noch immer, ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen. Mein Partner schlägt mir dann vor, da das Leben ohne Handy ja irgendwie nicht so spannend sei, auch noch auf das Internet zu verzichten. Das hab ich allerdings schon durch und macht als Student nur wenig Sinn 😉 Erwartet mich ja mit jedem Umzug… Am Abend telefonierte ich noch mit meiner Mom. Die war hellauf begeistert von der Idee, ja, ich solle das mal ausprobieren, wär bestimmt interessant, vielleicht bräucht ichs ja tatsächlich nicht und würd ne Weile ohne auskommen…

Am Dienstag, Tag #4, passierte jedenfalls nicht fiel. Zumindest nichts erwähnenswertes. Kommilitonen begannen sich für ein Treffen zu Verabreden, um eine Prüfung vorzubereiten. Ich bin mit im Verteiler, werde also dabei sein, aber werde ich auch tatsächlich dabei sein? Immerhin könnte ich die Bahn verpassen oder meine Mitstudentinnen und -studenten spontan ein anderes Plätzchen aufsuchen…! Wird schon gut gehn 🙂 Und auch heute, am Tag #5,  vermiss ich den Quälgeist nicht wirklich…

fortsetzung folgt…

ELoH / Tag #2

Ich will auch mal die anderen Tage rekapitulieren, die angenehm ruhig waren 🙂 Jetzt also zu…

Tag #2

Am Sonntag sollten die Spanier ja noch die Niederländer im Fußball schlagen. Das Spiel wollten wir jedenfalls nicht unbedingt sehen, hatten aber zugestimmt, den Abend an der Schlachte zu verbingen 😀 Weil wir aber was erleben wollten und er so’n Navi an Board seines High-End-Mobiltelefons hat, entschieden wir uns für Geocaching – man gibt dann die Koordinaten von Verstecken ein und hofft, auch was zu finden. Dafür muss man sich natürlich bewegen. Hm, ich spar mir mal an dieser Stelle meinen Verweis auf die Hitze.

Weil das Signal auch nicht so schnell da war, naja, fast 10 Minuten lang nicht, mussten wir dann auch noch schön im Kreis laufen, wurden dann aber mit dem ersten Fund belohnt. Bis dahin fehlte mir ein wenig die Motivation, doch machten wir uns auf den zweiten Schatz zu heben. Ich wusste wo sich die Kirche befindet und so mussten wir auch nicht unbedingt dem Navi folgen. Zur Belohnung gabs dann erstmal n Eis 😀 Während der Suche piepte das Handy dann kurz. Unsere Freunde waren schon am Zielort eingetroffen. Ich muss auch zugeben, wir hatten uns einfache Ziele gesucht und so waren wir dann auch relativ schnell bei den anderen 🙂

Und wie sich zeigte, sollte Paul Recht behalten. Wer hat den eigentlich gefüttert?

fortsetzung folgt…