ELoH / Tag #6

Irgendwie hab ich heut morgen wieder rumgetrödelt. Warum bloß hör ich zur Zeit meinen Wecker nicht? Vielleicht sollte ich den Handy-Wecker dazu schalten… Achja, da war ja ich was. Na gut, ich hab drei Wecker im Zimmer stehen, das sollte doch irgendwie auch ohne Handy machbar sein…

Für heute hatte ich mich direkt zwei Mal verabredet. Eigentlich wollte ich noch zum Doc, doch weil ich, wie bereits erwähnt, mal wieder rumgetrödelt habe, entschied ich mich für einen Besuch am Freitag und setzte mich in die nächste Tram. Eine merkwürdige Fahrt. Kaum war die Bahn losgefahren zuckte meine Hand. Natürlich, die übliche Strecke bis zu Uni! Den ersten Teil der Fahrt habe ich in letzter Zeit immer mit dem Verschicken von Kurznachrichten verbracht. Die Lektüre (Postman, Neil: Wir amüsieren uns zu Tode) war für den zweiten Teil der Fahrt gedacht. Drum schaute ich aus dem Fenster und träumte ein wenig vor mich hin. Den Zwischenhalt hab ich aber nicht verpasst 🙂

Um zwanzig vor 11 sollte das erste Treffen sein. Ich war dann sogar etwas früher da und überprüfte drum noch einmal per NetBook, ob ich wohl tatsächlich seit langem einmal wieder zur rechten Zeit am rechten Ort sein würde. Es war bloß keiner zum gratulieren da, als es soweit war.
Um zehn vor 11 kam dann Nummer 1, entschuldigte sich für das verspätete Erscheinen und während wir so quatschten realisierte ich, dass ich den beiden noch nicht mitgeteilt haben muss, dass ich zur Zeit disconnected bin. Ups…

An der Uni piepte es dann ständig. Dort! Links von mir! Da, schon wieder! Hinter der Säule! Ah… Fehlalarm aber DA! You’ve got mail! In Ihrem Postfach befindet sich eine ungelesene SMS. Voulez-vous le lire? Möschten sie sie lesenn? In meinem Kopf höre ich es tuten… drei Mal. Dann eine nette, einschmeichelnde Frauenstimme: The person you are calling is temporarily not available. Please call again later. Es knackt, der bekannte Dreiton, dann noch einmal die Frau: Der von Ihnen angesimste Arsch kann ihre SMS zur Zeit leider nicht empfangen. Das Geld verschwindet in unserem prallgefüllten und überdimensional großen Portemonnaie, die SMS hingegen in wenigen Tagen im Nirvana. Vielen Dank und bis bald! Klick. Aufgelegt. Leerzeichen.

Das zweite Meeting. Kurz packt mich die Panik. Ich bin zwar knapp zwanzig Minuten zu früh da, aber warum denn keiner außer mir? Hab ich was verpasst? Gabs doch noch eine E-Mail in letzter Sekunde und das Treffen fällt aus? Und wenn ja, wie lange warte ich wohl noch? Dann beruhige ich mich, ich muss ja eh noch in die Stadt… Ich setzte mich ein paar Meter vom Treffpunkt entfernt auf eine Mauer. Zehn vor und… das Warten hat sich gelohnt 🙂 Aber mal angenommen es wär keiner gekommen. Ich hätt wohl, wie für Studis üblich, n akademisches Viertel gewartet und wär dann meiner Wege gegangen 😉

Was lehrt mich Tag #6? Nun, ich sollte wirklich zusehen das alle Bescheid wissen. Was ich definitiv gar nicht vermisse: die Anrufe auf dem Handy. Sie reißen einen ja eh ständig nur aus irgendwelchen Arbeiten. Aber still ist es ja schon geworden. Gibt es ein Handy,  mit dem man nur SMS verschicken kann? Ich glaub das nähm ich, denn die Kurznachrichten, ja, die schein ich schon zu vermissen. Aber mal anders betrachtet: ich spar ne Menge Geld. Gut, dass ich ne Brebrädkarde (dänglisch: Prepaid-Karte) im Handy hab 😀

Wann verfällt da noch gleich das Guthaben?

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