ELoH / Tag #19

Ich schwing mich auf den störrischen Drahtesel! Versucht der mich etwa abzuwerfen? Die Reifen quietschen, Qualm jagt über den Asphalt. Kaum zu bändigen das Vieh! Ein Löwengebrüll, das Ding reißt sich los, nein, reißt mich mit, ich sitz ja drauf; die Reifen surren über den Asphalt, die Nachbarn flüchten in ihre Häuser – eine Kurve! Lenken! Lenken! Von der Seite kommt ein Auto –

Ich wach auf. Alles nur ein Traum 😉 Das Fahrrad meiner Ma war bei weitem nicht so bockig. Ich musste es halt erstmal aus dem Schuppen kriegen und dann die Reifen aufpumpen. Habsch hingekricht 😀 Hab mich dann flott einen Hügel nach dem andern hochgekämpft – jaha, richtig! Bei mir isses nich flach, wer auch immer das behauptet 😉 das is hüüügelich 😀 N paar coole Stunts warn auch drin…

So ähnlich war ich dann auch unterwegs. Abgesehen vom Helm. Und den Handschuhen. Und den Stunts. Einen von meinen nenn ich „Kette raus“ und nen andern „Kette rein“. Naja, dafür hatte ich n schönes Körbchen am Lenker 😀

Ich musste erstmal ins Museum. Da würde ich wohl wegen der Koalas, pardon, Australier gebraucht. Mit knapp 5 Minuten Verspätung kam ich an und da die Aussis der deutschen Sprache mächtig waren konnt ich direkt wieder umdrehen. Immerhin hat’s da noch nich geregnet. Also zur Verwandschaft. Musste zwei Baustellen durchqueren – was kann ich dafür, dass die die Kreuzungen auf dem Weg komplett dicht machen und nicht absperren? Selbst als Autofahrer wüsste ich nicht, welche Spur ich nutzen sollte. Die, die ich gesehen habe übrigens auch nicht 😛

Aber ich hab’s überlebt, ’n bißchen Teerdampf eingeatmet (mmmh, lecker) – ja, ich dachte auch für einen kurzen Moment der Baggerfahrer wolle mich mit seiner Schaufel umnieten. Er hat sich spontan umentschieden. Weil es dann aber regnete bekam ich noch ne leckere Suppe. Und weil es dann nicht mehr regnete durfte ich weiterfahren. Nächste Station Park, also wieder durch die Baustelle. Auf dem Weg is mir dann übrigens die Kette gesprungen. Sah danach schön kacke aus, glaub ich.

Im Park angekommen war meine Ma grad unterwegs, die Kinder haben mich aber direkt vollgekleistert weshalb ich dann auch rumgekleistert hab. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal dermaßen rumgematscht hab – fest steht, Kinder, die die abgesetzte Kleistermatsche vom Eimerboden aufsammeln und daraus einen Finger formen… ja, die find ich ein wenig merkwürdig.

Immerhin: ich fuhr dann auch den ganzen Weg wieder mit dem Fahrrad zurück. Und was hab ich gelernt? Wenn ich unterwegs nicht erreichbar bin, also schon auf dem Weg, dann ärger ich mich zwar, wenn ich ankomme und gar nicht hätte ankommen brauchen, muss dann aber eben mal schaun, ob ich die Zeit nicht auch anderweitig verbraten kann. Das gleiche gilt für die Wartezeit. Beim Doc schnapp ich mir ja auch n „Spiegel“ vom Lese-Tisch. Aber so wirklich viel Zeit hat man als Student dann ja doch nicht. Wird also nicht immer klappen, aber möglicherweise in der Vorlesungsfreien Zeit 🙂

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