ELoH #35

Nachtrag

Dem Rammstein-Fan und dem zu gut gekühlten Zug entkommen verließ ich schnurstracks das Bahnhofsgebäude. Frisch war es. Menschen liefen umher, mal lachend mal diskutierend, Taxis fuhren vorbei und zum Taxistand – ganz so lebendig, wie die Beschreibung klingt, war es dann doch nicht 😉 Eher trist. Aber Menschen gabs. Aber keinen Abholer. Der Erwartete wurde zum Wartenden. Auf der gegenüberliegenden Seite leuchtete ein magenta-farbenes T.

Beim Anblick der Möglichkeit mit Münzen bezahlen zu können freute ich mich, hatte ich doch einen guten Spürsinn bewiesen. Mindestens 10 Cent solle ich einwerfen, teilte mir das Display mit; ansonsten gibt es keine Info, wie teuer so ein Telefonat werden würde. Ich warf 20 Cent ein, wählte die erste Nummer: keine Antwort. Wie dreckig so ein Telefonhörer in einer öffentlichen Telefonzelle wohl ist? Ich entschied mich dafür, den Hörer etwas weiter von meinem Ohr entfernt zu halten und wählte die zweite Nummer. Mein Gesprächspartner war sofort dran, fragte wo ich sei. Ich teilte es mit und nannte wo ich warten würde, dann tutete es bereits aufdringlich, der Münzzähler klackerte verärgert über das ausbleibende Geld und während mein Gesprächspartner noch erzählte wurde das Gespräch unterbrochen. 20 Cent für 10 Sekunden?! Das nenn ich teuer!

Später erfuhr ich dann übrigens noch, wie der verpasste Telefonanruf interpretiert wurde: Ich würde nicht zu spät kommen, sondern bereits angekommen sein bzw. früher ankommen. Wie auch immer das funktionieren soll bei der Bahn 😉 Ein Rückruf kam jedenfalls nicht in Frage, da die Nummer unbekannt war bzw. ist 😛

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