Erasmus: Mobilitätszuschuss

Du planst ein Auslandssemester? Momentan scheinen Viele auf der Suche nach Informationen zum Mobilitäszuschuss zu sein. Eigentlich wollte ich erst gegen Ende meines Auslandsaufenthaltes mit den nützlichen Infos rausrücken… weil der Suchbegriff auf meinem Dashboard erscheint, hab ich hier mal einige Informationen zusammengefasst.

Europe

Image by Niccolò Caranti via Flickr

Der Mobilitäszuschuss ist Teil des Erasmus-Programms, eine Art Taschengeld. Du sicherst dich besser anderweitig finanziell ab, denn mehr als ein (großzügiges) Taschengeld ist es nicht. Das sagte auch das Bremer International Office. Wieviel Geld dir zusteht, solltest Du zeitnah vom International Office deiner Universität erfahren. Oder einfach nachfragen.

Die das International Office (IO) der Universität Bremen zahlt den Mobilitäszuschuss im akademischen Jahr 2010/11 in zwei Raten aus. Gut 40% gibt’s nach Unterzeichnung der Annahmeerklärung, die restlichen 60% sobald Du nachweisen kannst, dass Du im Ausland angekommen bist. Natürlich wird das Geld nicht sofort überwiesen – auch das IO hat einen Zeitplan 😉 Genauere Infos erhältst Du natürlich in der Regel bei dem IO deiner Universität.

Abschließend noch ein kleiner Lichtblick: Freunde, die bereits im Ausland waren, bekamen sogar im Nachhinein noch etwas Geld überwiesen. Im Topf des IO war dann noch etwas Geld übrig, z.B. weil Aufenthalte abgebrochen wurden.

Viel Erfolg bei der weiteren Planung und viel Spaß im Ausland. Meine Erfahrungen und Tipps gibt’s dann voraussichtlich im Juli 2011 😀

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Must be british!

London: Red Telephone Booths

London: Red Telephone Booths (Image by xgravity23 via Flickr)

Bitte was?! Genau das denke ich hier manches Mal. Nicht unbedingt, weil ich mein Gegenüber aufgrund sprachlicher Differenzen nicht verstanden habe, sondern vielmehr weil hier doch Einiges anders ist.

Ist das also ein Culture Clash? Bisher nicht, denn sonderlich stört mich der Typ auf der Toilette nicht, auch nicht, wenn man mich Darling nennt… Über einige dieser Begebenheiten werde ich demnächst berichten. Dafür gibt’s dann auch eine neue Kategorie: Must be british!

Wer Informationen zum Thema britishness sucht, der wird hier fündig: Annette Dittert berichtet in ihrem Videoblog London Calling auf tagesschau.de von den Eigenheiten der Briten – definitiv einen Klick und Blick wert! Zumal die Videos nicht sonderlich lang sind.

Ich bin auf eure Kommentare gespannt.
Vielleicht ist das ja auch alles gar nicht typisch britisch 😉

7ZK2B

Ein anderes Wort für 7ZK2B? Wohnung: 7 Zimmer, Küche und 2 Bäder. Eigentlich ist die Beschreibung meiner Unterkunft ungenau 😉

Bei 7 Zimmern und 6 Bewohnern ist klar, wir verfügen jeder über ein eigenes Zimmer. Auf jeder Etage befindet sich eine Toilette, im 1. OG eine Badewanne und im 3. OG eine Dusche – das sind die zwei Bäder für 6 Personen. Waschbecken befinden sich zusätzlich in den Zimmern.

Im EG befindet sich ein Zimmer und die Lounge, die quasi einer Wohnküche entspricht. Zwei Kühlschränke, jede Menge Schränke, eine Mikrowelle, ein Toaster, ein Wasserkocher, ein Herd mit Backofen… eine Sitzecke und so was wie eine Bar, nur dass man daran, trotz der Barhocker, nicht ordentlich sitzen kann, weil sie zu der einen Seite hin über Schranktüren verfügt und auf der Rückseite entsprechend eine (Rück-)Wand eingelassen ist. Also nichts mit Beinfreiheit unterm „Tisch“ 😛 Trotzdem ist es unser Treffpunkt. Hier wird gekocht, gespaßt, gefeiert, gequatscht und und und… Nächtliches Highlight: der Mitternachtssnack 😀

Mein Zimmer gehört ja mit ca. 15m² angeblich zu den großen… Stimmt auch: Gähnende Leere. Womit soll ich es denn auch großartig füllen? Immerhin hab ich zwei Fenster und einer meiner (unzähligen) Vormieter muss diese Handtuchhaken angebracht haben, die sich zwischen ihnen befinden. Der Schreibtisch steht fast in der dunkelsten Ecke und es gibt nur eine Lampe – natürlich nicht einmal annähernd in Reichweite des Arbeitsplatzes. Über ihm befindet sich ein kleines Bücherregal und daneben eine grüne Pinnwand. Das Bett steht auf der gegenüberliegenden Seite und ich bin mir noch immer nicht sicher, ob es gut ist, dass das Fenster direkt neben dem Bett ist – bitte nicht falsch verstehen: Noch ist es kalt draußen und die Heizung geht nach maximal zwei Stunden aus, die Fenster sind einfach verglast und die Vorhänge… naja. Über dem Kopfende befindet sich eine weitere Ablage. Neben dem Bett dann Waschbecken (Welch Luxus: Zwei Wasserhähne, einer um sich die Finger zu verbrühen und der andere um sie danach zu kühlen ;)) und Spiegel. Der Kleiderschrank und die Kommode füllen dann die Wand bis zur Tür.

Die Etage, auf der mein Zimmer liegt, verfügt natürlich weder über eine Dusche oder eine Badewanne. Ich darf also erst einmal Treppen steigen 😀 Wie wir mittlerweile herausgefunden haben sind die Wände sehr dünn. Da kann man sich dann hin und wieder vom musikalischen Talent der Mitbewohner überzeugen lassen. Duschen müssen irgendwas animierendes an sich haben 😀 Ich kann sogar Miguel skypen hören – der wohnt unter mir. Nur gut, dass das Zimmer über mir frei ist 😉 Ansonsten kann ich mich nicht beschweren – abgesehen vom bedding pack. Die Decke ist okay, aber der Bezug fühlt sich nach mehrmaligem Waschen noch immer wie Plastik an 😛

Welcome to… Gamerica!

Es ist Sonntag. Ein erneuter Umzug steht an. Fragen: Mit wem werde ich in einer WG wohnen, wird es wohl klappen und wo landen Hannah und Emily? Zunächst muss ich natürlich wieder zur Rezeption. Dort bekomme ich auch ohne Aufforderung mein bedding pack ausgehändigt – die Bettdecke ist grün – und bekomme sowohl zwei Schlüssel als auch eine Karte. Letztere ist zum Öffnen der Außentore, für den Fall, dass diese einmal geschlossen sein sollten. Mit den Schlüsseln öffne ich jeweils (A) die Haustür und die Zimmertür sowie (B) die Wohnungstür. Klingt merkwürdig, ist es irgendwie auch!

Leider hatte der Mann von der Security vergessen, Emily den Zimmerschlüssel (Wohnungs- und Zimmertür) auszuhändigen, sodass Emily vor ihrem Zimmer stand und wartete. Ich wartete draußen. An uns lief dann noch so’n Typ im Batman Zipper vorbei. Laut Aussage des Mannes soll der auch in meiner WG wohnen. Wirkte ein wenig schlaftrunken… der Miguel.

Am Nachmittag hatte ich von meinen neuen Mitbewohnern nicht viel, ich war ja (erfolglos) geocachen… Als ich erschöpft zurück kam, schleppten sich ein paar Neuankömmlinge mit ihren Koffern ab, ganz besonders ein Mädel, etwas größer als ich, das derart viel Gepäck hatte, dass das eine oder andere Gepäckstück auch beinahe auf der Strecke geblieben wäre. Sie hat aber aufgepasst und nach meiner Frage, ob ich hier helfen solle, war sie ganz erpicht darauf, es alleine zu schaffen. Ich wollt nur nett sein 😉 Flux hab ich die Gruppe eingeholt, überholt und die Haustür aufgeschlossen – um dann festzustellen, dass sie in meiner WG wohnt.

So traf ich also auf Steffi. Wie genau ich die anderen kennen gelernt habe, weiß ich nicht mehr. Aber bereits an diesem Abend war klar: Wir sind zu sechst. Und: wir leben in einer deutsch-amerikanischen Wohngemeinschaft – Gamerica. Aus Deutschland kommen Steffi und Julia (und ich), aus den USA Christina, Maddy und… Miguel 😉

Die wichtigsten Fragen wurden natürlich direkt gestellt: Wer bist Du und wo kommst Du her? Womit ich nicht gerechnet hatte: Die US-Amerikaner legen sehr viel Wert auf den Bundesstaat! Und: Dass ich keinen blassen Schimmer habe, wo welcher Bundesstaat liegt. Es gab also Nachhilfe 😛

NB: Der Umzug fand Ende Februar statt. Ich bin also nicht noch einmal umgezogen.

Rip-Off Britain

rip off britain?

Image by nishwater via Flickr

Wer kennt es nicht, das Gefühl, mehr zahlen zu müssen als vermutlich notwendig ist? Wer nach Großbritannien kommt, wird vermuten dass Vieles teurer, ist als daheim – was nicht unbedingt nur an dem Wechselkurs liegt…

Für das teure Leben auf der Insel hat sich Großbritannien sogar einen Ausdruck verdient: Rip-Off Britain. Über diesen bin ich das erste Mal im Januar in dem Buch Fish and Fritz gestolpert.

Wunderei hin oder her, ich will dem Ganzen im März auf den Grund gehen. So gut es geht werde ich Buch über meine Ausgaben führen, im April die Daten auswerten und schließ online präsentieren.

Das Leben auf der Insel ist teuer? Schaun wir mal 😉