Impressions of (the old) York

Warum im Titel (old) York steht? Na, weils die englische Stadt York ist, nicht die amerikanische Stadt New York. Schade aber auch 😛 Interessant wars trotzdem!

York City Centre (including York Minster), in ...

The City of York, City Centre (Image via Wikipedia)

York liegt ungefähr eine Stunde mit dem Bus/Auto von Sunderland entfernt und hat definitiv nichts mit New York gemeinsam! Die eine Hälfte der Reisenden bestand aus den Austauschsstudenten, die andere aus vielen… Chinesen glaub ich.

Lars hatte das Glück neben einem sehr kommunikativen Kerl gelandet zu sein. Und weil Lars ein lieber Kerl ist, wollte er alle daran Teil haben lassen. Das führte dann dazu, dass ich auch Hallo sagen durfte… doch er kam mir zuvor:

You’re a handsome guy.

Ahja, danke. Äh, um das rauszubekommen hab ich gefühlte 2 Minuten gebraucht! Und es herrschte peinliche Stille. Ich hab danach versucht zu schlafen, habe aber Maddy, die neben mir saß, grinsen sehen 😀 Also, was war passiert? Nachdem wir uns den Tag über darüber unterhalten haben, kamen wir zu dem Schluss, dass der Arme wohl nett sein wollte – also anstatt mich anzubaggern wollte er lediglich ausdrücken wollen, dass ich wohl gute Chancen bei Mädels hätte. Ich finde nach wie vor, dass das ein merkwürdiges Thema ist, wenn man jemanden gerade einmal wenige Sekunden kennt 😀

In York selbst bin ich dann mit Yasi unterwegs gewesen. Hier und da sind wir wieder auf die anderen gestoßen. Ein paar Fotos:

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Das Foto vom Schloss zeigt: Die Briten scheinen jeden zur Verfügung stehenden Platz nutzen zu wollen um, ja, um einen Parkplatz zu bauen. Abgesehen davon hat der Ausflug gezeigt, dass England teuer ist. Vor allem für Touristen. Sämtliche Attraktionen waren für einen Preis von um die 8 Pfund zugänglich 😉

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Forms, Talks & Bureaucracy

Neben der Immatrikulation, mussten noch die Kurse gewählt und die Erasmus-Formulare ausgefüllt und unterschrieben werden. Das hielt mich gut zwei Wochen auf Trab: Hier ein Meeting, da ein Telefonat, Formulare über Formulare, Kopien, Unterschriften… schlichtweg eine Menge Bürokratie.

Bureaucracy illustration

Bureaucracy Illustration (Image by Harald Groven via Flickr)

Am Dienstag sollte ich dann meinen Student Advisor sprechen. Der hatte sich schon per Mail gemeldet und einen Termin vorgeschlagen. Allerdings wusste der nicht so recht, wie er mir helfen sollte. Dafür aber die Sachbearbeiter_innen in der Rezeption. Ich wollte tatsächlich meine Kurse tauschen, also fast komplett neu wählen, musste es auch, weil sich die Module überschnitten – das passiert wenn man Module für drei Jahrgänge zur Auswahl hat. Hat dann auch nur eine Woche gedauert, bis alles fest war 😉 Ein Modul besteht in der Regel aus einer Vorlesung, einem Seminar und eventuell einem Praxiskurs oder einer Filmvorführung.

MAC222: European Film and Society. Vorlesung, Seminar, Filmvorführung.
MAC281: Cybercultures. Vorlesung, Seminar.
MAC301: Media Studies 2. Media and Modernity. Vorlesung, Seminar.
MAC309: Cultural Studies Special Topic. New Media, the Web and Society. Vorlesung, Seminar.

Die gewählten Kurse müssen dann noch für das ERASMUS-Programm notiert werden und auf dem entsprechenden Formular mit Unterschrift bestätigt werden. Das ging in meinem Fall ziemlich problemlos per scan, mail & print 😉

The Enrolment

Damit hatte ich irgendwie nicht gerechnet: Obwohl schon vorab sehr viele Formulare ausgetauscht wurden, musste ich mich ordentlich einschreiben. Was zunächst gar nicht so einfach war…

Im CitySpace waren Schreibtische bereitgestellt und Sachbearbeiter anwesend, um mit uns die Immatrikulation vorzunehmen. Allerdings fanden sich auf allen Etagen Tische und Menschen.

Gerade einmal durch die Tür gestolpert werden wir auch schon empfangen und bilden ganz brav eine Warteschlange. Die Damen sind sichtlich erfreut und auch der Kerl an dem anderen Tisch will die Chance nutzen. Allerdings handelt es sich um die Student Union. Beide Parteien sind etwas enttäuscht und wir trotteln eine Etage höher.

Hier befinden sich sogar orange-farbene Punkte am Boden. Definitiv ein Hinweis, dass man richtig ist! Dachten wir zumindest. Keine fünf Minuten später befinden wir uns wieder auf der Treppe. Für Sportkurse wollte sich dann doch noch keiner von uns einschreiben 😉

Schließlich im dritten Stock also unsere Station, Tische, Sachbearbeiter und Computer. Nicht zu vergessen die Sitzgelegenheiten. Einige schienen derart außer Puste zu sein, dass sie diese direkt in Beschlag nahmen. Eigentlich sollte es zwei Warteschlangen geben, wovon eine nur für EU-Bürger sein sollte. Hat irgendwie nicht so geklappt… Als ich dann dran war wurde ich erst einmal gefragt, ob ich denn meine Studiengebühren bezahlt hätte – worauf ich entgegnete, dass ich ja Erasmus-Student sei und hoffe, dass alles geregelt ist! Die Sachbearbeiterin zuckte nur mit den Achseln und händigte mir meine Zugangsdaten zum Netz der Universität und weiterer Dienste aus. Prompt stand ich in der nächsten Schlange, um auf einen Computer zu warten. Einloggen, Daten eingeben und korrigieren, fertig. Naja, nicht ganz. Eingeschrieben war ich dann, allerdings hatte ich noch keinen Studentenausweis.

Um den zu bekommen, sollte ich ein Foto hochladen. Schade, hatte ich natürlich nciht dabei 😉 Aber gegenüber, in der Murray Library wurde mit der WebCam ein Foto von mir gemacht, hochgeladen und eine gute Woche später konnte ich im Gateway den Ausweis abholen.

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Die Daten zur Nutzung der Bibliotheksdienste werden einem per eMail zugestellt. Und: Den Shuttle Service der Student Union kann man auch ohne Ausweis nutzen. Da fragt nämlich keiner nach 😀

Spring Break / Sunderland

Neben dem Verlust einiger Kilo, sind auch Geld und einige Ausweisdokumente auf der Strecke geblieben. Nun bin ich wieder in Sunderland und darf wohl noch einmal nach Edinburgh fahren. Jetzt ist aber erst einmal ein wenig Erholung angesagt 😀

Spring Break / Endspurt

Heute wird der Endspurt eingeläutet, denn die nächste Woche reise ich nicht mehr, sondern vertreibe mir die Zeit in London. Und das ist bisher passiert 😉

Mit dem Zug: Eng. Dafür kurz.
Bristol: Montpellier Suburb, 1. Couch, Graffiti, einfach alternativ.
Mit dem Bus: ÖPNV, Landschaft, günstig.
Bath: Backpacker’s Hostel, Uniformität, einfach sehr viel zu sehen.

Coming Up: Mit dem National Express nach London, eine Nacht im Gay Hostel, Jack the Ripper, Brighton

Spring Break / Halbzeit

Ich bin ja schon ein paar Tage unterwegs und ich hab schon ’ne Menge gesehen. Viel Geschichte, viel Beeindruckendes und einfach viel Neues. Ein kurzer Überblick:

Reise mit dem Zug: Sehr angenehm.
Edinburgh: Wow! Kilts sind eher nicht so mein Ding. Haggis ist lecker!
Flug mit Ryanair: Wir leben noch!
Dublin: Wow!!! Einfach wow! Irish stew ist auch lecker!
Flug mit aeraran: Top!
Cardiff: Verregnet… und eher verbaut… 2 entspannte Tage.

Spring Break

Pause! Ferien! Urlaub! Endlich! 😀 Spring Break!

Ich bin die nächste Zeit unterwegs und werde es vermutlich nicht schaffen, mich zwischendurch zu melden. Angepeilt sind Edinburgh, Dublin, Cardiff, Bristol und London. Nach dem 24. April geht’s hier dann spätestens weiter. Bis dahin 🙂

Das Foto wurde am späten Nachmittag von der Wearmouth Bridge aus geschossen.

Spring Break: Mal Abstand gewinnen und Uni anders betrachten...

 

Induction

Irgendwann musste es dann ja ernst werden. Am Montag (31. Januar 2011) gab’s die Induction. Introduction, Induction. Ja, da gibt’s einen Unterschied…

Introduction, die Einleitung. Liest man vermutlich öfters. Die Induction hingegen ist eine Einführung im Sinne einer Einarbeitung… Alles klar? Zumindest ist das meine Eselsbrücke 😉

Nicola und Emma sind die Ansprechpartner im International Office. Den ganzen Montag haben sie uns beschäftigt. Am Morgen ging es los mit der Erklärung der Uni, Wissenswertem über Sunderland und über britische Gepflogenheiten. Geht natürlich noch weiter… 😉

Damit wir nämlich noch besser Bescheid wissen, haben Nicola und Emma ganz wichtige und interessante Menschen eingeladen, zum Beispiel den Jan von der Student Union, die Mädels vom Uni Sport, den Campus Officer, den Kaplan, die Lady von der Bibliothek, eine Repräsentantin der Universität Sunderland (an die ich mich kaum erinnern kann) und eine Dame vom Health Service der Universität. Was für ein Aufgebot! Aber ganz schön ermüdend… Der Grund: Unser Semester hatte eigentlich schon angefangen! Daher hatten wir nur den einen Tag, um… ja, alle nötigen Informationen zu erhalten.

Immerhin gings im Anschluss ins Varsity. Ein Getränk gab’s umsonst und… ESSEN! Britisches Essen. Woran denkt man da zuerst? Lasst es mich so formulieren: Dass niemand auf dem Fußboden ausgerutscht ist, ist fast ein Wunder… Frittierte Pilze, überbackene Baguettes, Pommes, frittierte Zwiebelringe, Mozarellasticks… und viel Marinade und Sour Cream… Später gab’s dann noch einmal Getränke-Gutscheine für alle… zumindest für die, die noch etwas trinken wollten. Zum Glück wird Bier nicht frittiert 😀

jellyfishsandwich

Sandwiches sind ’ne leckere, leicht und ziemlich fix zuzubereitende Sache. Es ist quasi die Leibspeise der Briten… Dass Geschmäcker unterschiedlich sind, ist bekannt, dass sie regional geprägt sind, auch, und das man immer mal etwas Neues entdeckt… das versteht sich.

The Lion's mane jellyfish

Image via Wikipedia

Denkt man an britisches Essen, dann denkt man vor allem an fish’n’chips. Eine fettige Angelegenheiten. In Deutschland gibt’s eben Döner 😉 Aber was essen wir Deutschen eigentlich immer zwischendurch, so als Snack? Hamburger, Pommes, oder ein Brötchen? Hat da jemand eine Antwort parat? Die Briten tendieren jedenfalls dazu, ein Sandwich oder Bap zu essen. Es ist quasi Leibspeise der Briten. Vom Thunfisch-Sandwich bis zum reinen Käse-Bap ist alles dabei. Die Beliebtheit dieses Gaumenschmauses spiegelt sich auch in der Verfügbarkeit wider: Im Zentrum Sunderlands gibt es alleine drei Gregg’s (eine Art Snackeria) in der Mall und in unmittelbarer Nähe weitere vier oder fünf. Selbstverständlich gibt es die Leibspeise der Briten nicht nur bei Gregg’s – sie ist nahezu überall verfügbar!

So schlecht sind die Dinger auch gar nicht. Man darf halt nicht drüber nachdenken – nicht über den Preis und auch nicht über die Zutaten. Vor einigen Tagen staunte ich aber nicht schlecht. Sunderland ist ja eine Küstenstadt und da kann man ja auch davon ausgehen, dass Fisch und Meeresfrüchte hier gerne verspeist werden. Ich staunte also über das Angebot: jellyfishsandwich! Zu deutsch: Quallen-Sandwich. Das hat mich schon stark irritiert und so ziemlich an den gelben Schwamm erinnert. Quallen essen? Ist das gesund?! Und wie bereitet man Quallen zu?! Der Laden hatte jedenfalls regen Zulauf!

Ich war dann doch neugierig – nein, essen wollte ich es nicht, aber mal ansehen. Ich hab dann rausgefunden, dass es sich gar nicht um Quallen handelte 😀 Puh, keine Quallenesserei. Es handelte sich definitiv um ein Jelly-Fish-Sandwich, also Marmelade mit Fisch auf Toast. Soll angeblich gut schmecken. Der Unterschied ist echt wichtig, wie ich dann später rausgefunden habe:

Britisch? Hoffentlich nicht! Alles nur Spaß! April, April 😛