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5.00 Uhr: Der Wecker klingelt / 5.10 Uhr: Aufstehen! / 5.40 Uhr: Scheiße, W-LAN erst ab 6.00 Uhr! / 6.00 Uhr: Schnell zur Tram / 6.04 Uhr: Bin drin 😀 / 6.20 Uhr: Hauptbahnhof / 6.22 Uhr: Gaaanz viele Kommis unterwegs 🙂 / 6.30 Uhr: Milchbrötchen und Käse-Schinken-Croissant beim Bäcker gekauft. Frühstück gesichert! / 6.32 Uhr: Alle da? Dann kann’s ja losgehen. Einsteigen bitte. Zurücktreten bitte! Willkommen an Bord des ICE nach München 😉

Okay, kurze Nacht, kurzer Morgen. Knapp 3 Stunden Bahnfahrt und, wie soll es anders sein, in alter Tradition beginnt der ICE auch direkt sich zu verspäten. 20 Minuten?! Erst gegen 10 Uhr angekommen, da hatte das 22. medienforum.nrw für den Tag dann mal grad angefangen. Den 10 Uhr Termin hab ich dann mal geknickt, wär sicherlich interessant gewesen, aber was solls (3D-Technik und Auswirkung auf Narration – im weitesten Sinne).

Um 12.00 Uhr ging’s dann zum so genannten Produzententag in raum.zwei. Eigentlich sollte da Katja Hofem-Best erscheinen, Geschäftsführerin von Sixx (ProSiebenSat.1 Media AG), die komissarische Vertreterin für den Posten war, den dann Marc Rasmus bekam: Er ist Vice President für den Bereich Dokutainment & Reality.
Da tauchte dann auch direkt wieder die Zielgruppendefinition der 14 bis 49-jährigen auf 😀 Bin mal gespannt, wie langfristig Rock statt Rente dann wird, bei 6 Sendungen in 8 Wochen. Spannend ist daran zumindest, dass die Protagonisten weit älter sind, als die obige Zielgruppendefinition angibt – spricht das neue Format auch ältere Menschen an?

13.00 Uhr: Mittagspause 😀 Um 14.00 Uhr ging’s dann weiter für mich in raum.fünf zum Thema Vertriebswelt Internet. Filmdistribution und Verwertung im Netz. Echt spannend! Wendy Bernfeld (Rights Stuff) lieferte die Keynote. Was mich wirklich überraschte: wie vielfältig die Mittel und Wege bereits sind, die gegangen werden können! Die Podiumsdiskussion neigte leicht Werbeplattform zu sein – die Beteiligten lobpreisten ihre Ideen und Wege die sie ermöglichen – verständlich für ne wirtschaftliche Veranstaltung wie das medienforum.nrw 😉 aber nicht unbedingt mein Geschmack. Etwas nach 15.30 Uhr war die Veranstaltung zu Ende und ich stahl mich erst einmal davon.

Nur hatte ich nicht mitbekommen, dass die folgende Veranstaltung vorgezogen würde. Auf dem Plan stand 16.00 Uhr als Terminierung, als ich dann aber um 10 vor zurück kam – ja, noch immer raum.fünf 😛 – durfte ich nur noch durch den Hintereingang rein. Thema dieser Veranstaltung: Ästhetische Innovation und Neue Medien. Es sollte der Frage nachgegangen werden, welche Auswirkungen die Formatvielfalt auf Darstellungsweisen und Narration haben kann, welche Veränderungen eingeleitet wurden oder werden. Spannende Vorstellung der einzelnen Projekte, gute Gesprächsführung – Herr Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth – aber am Ende war dann doch die Luft raus. Vor der Diskussion musste ich dann aber gehen, um zumindest noch in den Workshop zu kommen, wie ich dachte, und dann war der Raum um 17.00 Uhr trotzdem noch leer…

Im workshop.raum gab Jörn Sieveneck (@nerotunes) dann einen Einblick in die Handhabung von Twitter und Facebook im Berufsleben. Wie man als angehender Kommunikations- und Medienwissenschaftler dann so drauf ist, denkt man erstmal (zumindest bei der Überschrift) an den erfolgreichen Einsatz beider Dienste in PR und Marketing – wer lesen kann ist klar im Vorteil 😀 Nichtsdestotrotz, gute Präsi für eine, wie ihm eigentlich angekündigt wurde, ältere Zielgruppe – die im Schnitt anscheinend knapp 15 Jahre jünger war als erwartet. Hat er trotzdem gut gemacht, find ich 🙂 Dann wurden wir rausgeschmissen 😉 Die Putzkolonne war schon am Start um Viertel vor 6. An der Bar gabs noch die übrig gebliebenen Donuts und Muffins und Eis 🙂

Am Hauptbahnhof dann die große Überraschung: Der EC hat 25 Minuten Verspätung. Danke Bahn! Insgesamt hatten wir an dem Tag also schonmal 45 Minuten Verspätungszeit durch die Bahn angehäuft. Ab ner Stunde gibts Geld zurück, oder wie war das? Finde, das sollte man auf die Hin- und Rückfahrt ausweiten. Find’s echt ne Sauerei. Man ist es ja gewohnt, dass die Bahn Verspätung hat, aber die dann ja in der Regel auch wieder abbaut – wie wir dann aber feststellen konnten, kamen von Bahnhof zu Bahnhof nochmal jeweils 5 Minuten oben drauf. Das macht wütend, weil einem ja auch nicht erklärt wird, warum wieso weshalb. Und ne Limo gabs auch nicht! Mit 30-40 ..?! Minuten Verspätung dann endlich die Ankunft im Hauptbahnhof Bremen! Tram auf die Minute verpasst! Trunkenbold abgewimmelt… Tram bekommen! 10 vor 12: endlich wieder daheim 🙂

Ein Lebenszeichen

Hallo Welt! 😀

Es ist ein bißchen her, dass ich mich hier gemeldet habe. Oslo war ne verdammt gute Zeit und ich bin auch richtig ausgeruht ins Studium zurückgekehrt – um direkt voll und ganz von allen möglichen Arbeiten vereinnahmt zu werden… Dahin die Entspanntheit 😉

Vergangene Woche war ich auf Exkursion in Hamburg und Berlin. Anlass ist ein 2-semestriges Forschungseminar mit dem Titel „Alltägliche Medienwelten im Wandel“, durchgeführt von Prof. Dr. Andreas Hepp an der Universität Bremen. Zurück zum 2-Tages-Trip: Am Donnerstag Hamburg, am Nachmittag nach Berlin und frühen Abend am Freitag zurück nach Bremen. Kurz: Anstrengend!
Auf dem Programm standen ein Besuch im Hans-Bredow-Institut, bei der Deutschen Welle, den VZnet Netzwerken (schuelerVZ, studiVZ, meinVZ) und ein Meeting mit Susanne Englmayer, eine der Autorinnen beim hauptstadtblog.

Der Ablauf war im Grunde immer der Gleiche: Führung, Präsentation, Fragerunde und ab zum nächsten Termin. Bei der Deutschen Welle durften wir sogar aufs Dach und uns in der Sonne aalen. Zwischen den Schüsseln (wenn man das so sagen kann).
Die Räumlichkeiten der VZ-Netzwerke überraschten durch ihre offene Gestaltung! Und wer sich schon immer mal fragte, warum das schuelerVZ rosa bzw. pink (!) als Grundton hat, dem sei dieser Umstand kurz und knapp erklärt: Mädels stehen auf die Farbe und wenn die erstmal da sind, kommen auch die Jungs. Klingt simpel, soll wohl auch so sein 😉  Jedenfalls sind die Jungs und Mädels klasse drauf! Nichts mit Dresscode. Come as you are! Hat mir sehr gut gefallen.
Immerhin konnten die VZler das Spiel gegen Serbien gucken – wir saßen im Café, 2. Stock, und trafen uns mit Susanne Englmayer. Im 1. Stock wurde das Spiel geschaut. Interessant am Hauptstadtblog ist wohl vor allem, dass das alles interessierte Menschen sind, die ohne Entgelt Artikel für das Blog (!) schreiben. Ja, ein Blog, kein Magazin, kein Kommerz (oder?) – und da es keine Redaktionsräume gibt, arbeiten alle Aktiven daheim.

Leider reagierte Frau Englmayer auf die Frage, ob die Blogosphäre Konkurrenz oder Sympathisant des klassischen Journalismus ist, etwas verärgert. Ja, die Frage ist alt und irgendwie scheint sie auch nicht sonderlich an Relevanz zu verlieren – immerhin gräbt ständig irgendwer diese Frage wieder aus 😉 In diesem Fall dann ich.
Den Ärger kann ich wohl nachvollziehen. Als Journalist ist einem die Frage sicherlich nicht unbekannt und man wird gern danach gefragt. Interessant ist lediglich die Entwicklung. Auf tagesschau.de gibt es immerhin eine ansteigende Zahl an Blogs und auch Vlogs! Und auch andere Medienformate und -plattformen ziehen nach. Wohin gehts also mit dem klassischen Journalismus (Den es wohl in der Art, für die der Begriff steht, sicherlich längst nicht mehr gibt… Stichwort Sensationalism)…

Nagut, nach dem vollen Terminkalender blieb der Gruppe noch ein bißchen Zeit um sich Berlin anzuschauen. Ich find den Alexanderplatz nach wie vor verwirrend 😉 Unsere Tour: Bis zum Dom, auf die Museumsinsel, vorbei am roten Rathaus, unterm Fernsehturm rüber zur Uhr und weiter mit der S-Bahn zum Spree-Ufer, gegenüber vom Hauptbahnhof. Da stehen Liegen und man wird sogar bedient 🙂 Was für ein Service. War leider Heuschnupfengeplagt… das Berliner Pilsener hat trotzdem geschmeckt 😀 Prost!